Ergotherapie

WAS ist Ergotherapie?

Die Ergotherapie ist eine ganzheitliche Therapie, die verschiedene Bereiche wie die Bewegung, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Konzentration miteinander in Verbindung setzt.

WER benötigt Ergotherapie?

Wir unterstützen und begleiten Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit durch Krankheit, Verletzung, Behinderung oder Entwicklungsverzögerung, eingeschränkt oder davon bedroht sind. Eine detaillierte Aufführung finden Sie unter dem Punkt „Arbeitsfelder“.

WELCHES Ziel hat die Ergotherapie?

Ziel der Ergotherapie ist es, ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im alltäglichen, schulischen und beruflichen Leben zu erlangen, damit die individuelle Lebensqualität und die Teilhabe am sozialen Leben verbessert werden können. 

WIE gestaltet sich eine ergotherapeutische Behandlung?

Um eine individuelle bedürfnisorientierte Behandlung gestalten zu können, sind uns folgende Punkte besonders wichtig:

  • ausführliches Erstgespräch
  • Diagnostik / ergotherapeutische Befundung
  • Besprechen des Befundes
  • gemeinsame Zielsetzung bezüglich der Behandlung
  • Ermittlung des therapeutischen Vorgehens
  • umfassende Erklärung der Behandlungsart
  • Raum für Fragen
  • bei Bedarf Beratung von Angehörigen / Pflegepersonal oder anderen Beteiligten
  • Berücksichtigung der persönlichen Verfassung in jeder Einheit
  • Wohlfühlatmosphäre in einem geschützten Rahmen
  • Zwischen- / Endbefundungen
  • Reflexion über die Zielsetzung

Die Behandlungen finden je nach Verordnung, Störungsbild und Verfügbarkeit ein bis drei Mal wöchentlich bei uns in der Praxis in Flein oder als Haus- oder Heimbesuche statt. Die Behandlungsdauer pro Sitzung beträgt zwischen 30 und 60 Minuten. Wie viele Einheiten eine Therapie in Anspruch nimmt ist sehr individuell.

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Arbeitsfelder

Arbeitsfelder

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Besondere Behandlungsmethoden

Besondere Behandlungsmethoden

Neben den gängigen Behandlungsmethoden wie beispielsweise dem Marburger Konzentrationstraining, bieten wir in unserer Praxis die Sensorische Integrationstherapie (SI-Therapie) an.

Kind im Bewegungsraum

Sensorische Integrationstherapie

Sensorische Integrationstherapie

WAS versteht man unter sensorischer Integration?

Unter der sensorischen Integration versteht man den Prozess des Zusammenfügens und Ordnens aller Sinnesinformationen im Gehirn.  Hierzu sind die Aufnahme, Weiterleitung, Verarbeitung und Interpretation von Reizen von entscheidender Bedeutung.

Um eine Orientierung in unserer Umwelt und ein sinnvolles Handeln gewährleisten zu können, müssen wir Reize aus dem eigenen Körper und der Umwelt über unsere Sinneskanäle aufnehmen und diese im Gehirn verarbeiten. Erfahrenes wird mit bereits gespeicherten Erinnerungen verglichen und es entstehen Reaktionen, Bewegungen, Sprache und Mimik.

WIE wirken sich Störungen der sensorischen Integration aus?

Kinder mit Störungen der sensorischen Verarbeitung können beispielsweise besonders ungeschickt sein, stoßen überall an, fallen häufig hin oder schaukeln nicht gerne. Beim Schaukeln können auch Schwindel und Übelkeit eintreten. Ein anderes Beispiel wäre, dass sich ein Kind stark konzentrieren muss, um nicht vom Stuhl zu fallen und daher dem Wort, welches es schreiben soll, nicht ausreichend Aufmerksamkeit widmen kann. Andere Kinder haben große Probleme Berührungen zu tolerieren oder selbstständig und neugierig Gegenstände oder Materialien zu erfahren und zu untersuchen.

Diese Probleme können unter anderem Auswirkungen auf die Bewegungsqualität,  Handlungsfähigkeit, Aufmerksamkeit, sozialen Kontakte und Beziehungen, das Schreiben und das Selbstbewusstsein haben.

WAS ist die Sensorische Integrationstherapie?

Bei der sensorischen Integrationstherapie werden Grundlagen der Entwicklung verbessert oder geschaffen. Es geht nicht um die Förderung einzelner Fähigkeiten.

Die sensorische Integrationstherapie ermöglicht dem Nervensystem auf sensorische Umweltherausforderungen und Umweltangebote zu reagieren, sich zu verändern bzw. entsprechend anzupassen. Grundlage für diese Anpassung ist die neuronale Plastizität unseres Gehirns. 

Ein reichhaltiges Angebot an sensorischen Aktivitäten ist für die neuronale Veränderung von großer Bedeutung. Diese Aktivitäten führen zur Verbesserung von adaptivem Verhalten bzw. Verhaltensweisen oder zu einer angepassten Reaktion / Anpassungsreaktion.

Das zentrale Nervensystem lernt auf Anforderungen aus der Umwelt angemessen und adaptiv zu reagieren. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeiten bestimmte Hintergrundgeräusche zu ignorieren und sich weiterhin zu konzentrieren oder Berührungen oder andere taktile Reize (Reizaufnahme über die Haut) nicht automatisch als gefährlich einzustufen, sondern emotional und sozial angebracht darauf zu reagieren.

Konkret bietet die sensorische Integrationstherapie den Raum, Neues zu erlernen und dabei Verknüpfungen zu taktilen, propriozeptiven, vestibulären, visuellen und auditiven Systemen zu bilden und diese aktiv in die Handlungsplanung und Durchführung zu integrieren.

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